Evangelische Stiftung Hephata - Inklusion
http://www.hephata-mg.de - gedruckt am: 17.05.2012 22:07 Uhr
Spendenprojekt
jetzt spenden

Begegnung fördern -Inklusion schaffen

Nur 500 Meter trennen die Erzbischöfliche Theresienschule - eine Realschule für Mädchen - und das Hephata-Wohnhaus in Hilden. Aber es sind ganz unterschiedliche Lebenswelten, in denen sich die Mädchen der Schule und die Bewohner des Hephata-Hauses - Menschen mit Behinderung - bewegen. Lebenswelten, in denen die jeweils anderen nicht vorkommen. Und wenn sie vorkommen, dann oft behaftet mit Vorurteilen. Die Schülerinnen, sind das nicht die, die immer in der Dönerbude bei unserem Haus sind und dann die Abfälle vor unserer Tür liegen lassen? Die aus dem Hephata-Haus, sind das nicht die, die sich manchmal merkwürdig bewegen und immer so lange brauchen, bis sie endlich ihren Döner bestellt haben?

Begegnung zwischen der Welt der Schülerinnen und der Welt der Bewohner des Hephata-Hauses haben jetzt Susanne Kunze, Lehrerin an der Theresien-Schule, und Anita Weber, Teamleiterin im Hephata-Haus, geschaffen. Während des ganzen Schuljahres 2011/2012 an jedem Donnerstag Nachmittag werden jetzt sechs Mädchen aus der Jahrgangsstufe 8 Freizeitangebote für interessierte Menschen mit Behinderung aus dem Hephata-Haus machen. „Sozialpraktikum“ heißt das im Schul-Deutsch und „Freizeitgruppe“ im Deutsch der Hephata-Pädagogen. Aber ganz gleich, wie es bezeichnet wird, an diesem Donnerstag Nachmittag berühren sich Lebenswelten, die sehr verschieden sind, und dadurch können beide Gruppen neue Erfahrungen machen. In der letzten Woche haben alle gemeinsam in der Küche des Hephata-Hauses Muffins gebacken. „Das war gar nicht so schwierig, hat Spaß gemacht und geschmeckt“, resümiert Ina Borsic (13). Dieses Mal steht ein Spiele-Nachmittag – mit unterschiedlichen Brettspielen an Tischen – auf dem Programm. Anja Rütten (35) hat sichtbar Freude am „Mensch ärgere dich nicht“: „Das finde ich toll!“ Und Peter Förster (56) teilt mir mit: „Ich freue mich, wenn die Schülerinnen kommen.“ Das Programm für die nächsten Donnerstage ist auch schon geplant. Es wird eine Rallye durch den Stadtteil Hildens geben, in dem Haus und Schule liegen. Bei einem Kochduell ist die Frage, welches Dreier-Team es schafft, mit nur 5,00 € ein leckeres Menü für drei Personen zu kochen. Und schließlich sind die Schülerinnen eingeladen zum therapeutischen Reiten nach Neuss mit zu kommen. Susanne Kunze und Anja Weber sind sich sicher, über das kommende Schuljahr hinweg werden sowohl die Schülerinnen wie die Hausbewohner jede Menge von einander lernen und sich immer weniger fremd sein.

Zur Deckung der Kosten, z.B. aus dem Einkauf für das Kochduell oder der Fahrtkosten zum therapeutischen Reiten – die bei diesem und vielen anderen ähnlichen Projekten entstehen, bittet Hephata in diesem Jahr um Ihre Spenden.

Mit seinem Spendenprojekt „Begegnung fördern – Inklusion schaffen“ will Hephata mit überschaubaren Projekten, wie dem in Hilden, an vielen Orten im Rheinland Begegnung fördern, die zu gegenseitigem Verstehen führt und den Weg bereitet zu mehr Inklusion. Sie erinnern sich, Inklusion, das bedeutet Menschen mit Behinderung mitten drin in der Gesellschaft und von Anfang an dabei. Vorraussetzung dafür ist Offenheit und gegenseitiges Verständnis. Gar nicht selten treffen engagierte Leute – wie z.B. Susanne Kunze und Anja Weber -aufeinander. Meistens haben solche Leute auch viele gute Ideen für gemeinsame Projekte. Häufig scheitert die Umsetzung an fehlenden finanziellen Mitteln, denn Budgets sind sowohl in Schulen, wie im Bereich sozialer Arbeit heute immer enger gestrickt.

Hier können Sie einspringen und helfen.
Helfen, dass zum Beispiel Kinder aus Hephata-Förderschulen in Projektarbeiten gemeinsame Erfahrungen mit Kindern benachbarter Grundschulen machen können.
Helfen, dass zum Beispiel im Atelier Strichstärke Kurse kunsthandwerklichen Gestaltens für Menschen mit und ohne Behinderung angeboten werden können.
Helfen, dass zum Beispiel Menschen mit und ohne Handicap gemeinsam Mannschaftssport treiben können.

Sie möchten sofort spenden? Super, dann klicken Sie bitte ganz oben auf den Button "Spende".
Sie haben noch Fragen zum Projekt, sonstige Anmerkungen oder Wünsche?
Dann melden Sie sich sehr gerne bei:
Dieter Kalesse (Öffentlichkeitsreferent)
Tel.: 02161-246-199
E-Mail: dieter.kalesse@hephata-mg.de

Spendenkonto: 1112 - KD-Bank, Dortmund - BLZ 35060190